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Die Anlage befindet sich auf einem bis zum Wasser reichendem Areal an der östlichen Seite der Eisenbahnstraße, das später in verschiedene Grundstücke aufgeteilt wurde. Es war durch den Kauf verschiedener Obstgärtengrundstücke entstanden. Hier gründete 1875 Julius Lüdicke die erste metallverarbeitende Fabrik in Werder. Dort wurden Maschinen für die Ziegelindustrie u. a. Tonschneider, Aufzüge und Transmissionen hergestellt. Lüdicke führte unter anderem eine neuartige Dampfwalzenschlemme ein. Mit dem Niedergang der Ziegelindustrie kam auch das ende dieses Betriebs, der um 1900 Konkurs anmeldete. Käufer war der Maschinenfabrikant Fritz Dänicke, der neben den bisherigen Produkten für Siemens Glüh- und Härteöfen herstellte. Der Betrieb wurde um Gießerei erweitert und hatte maximal ca. 100 Beschäftigte („Maschinenfabrik und Eisengießerei Fritz Dänicke“). 1940 kaufte Reinhold Schuster die Firma, der sofort mit der Produktion von Elektromotoren begann („Elektromotorenwerk und Maschinenfabrik Werder“) und auch Zwangsarbeiter einsetzte. 1949 erfolgte die Umwandlung des verschuldeten Betriebes in den VEB Elektromotoren-Werk Werder unter Leitung Fabian Kiefers: Hier wurden Elektromotoren hergestellt und Repariert.
Nach Umstellung der Produktion von Drehstrommotoren zu Expansionskraftschaltern auf ministerielle Anordnung 1952 kam es zur Umbenennung in „VEB Schaltgerätewerk Werder“. Heute wird die Anlage durch den Maler-Fachbetrieb Protz und denkmalgerecht saniert. Die auch die Galerie Dänike „hergerichtet“ hat und nun betreibt.
Auf den nördlich anschließenden, bis zur Havel reichendem tiefen Grundstück Nr.32/33 Gewerbeanlage mit gelblichen Ziegelbauten, meist mit Pappdächern. Die komplizierte Baugeschichte des Komplexes ist anhand der Bauakten nicht vollständig zu erklären. Die Gebäude stammen im Kern aus den frühen 20. Jahrhundert. Umfangreiche umbauten erfolgten 1946 und 1952 im Hinblick auf die Veränderung der Produktion. Erschließung der Anlage durch eine zur Havel führende Gasse. Die Halle vorne rechts(1950 Montagehalle) um 1910 an Stelle des alten Wohnhauses errichtet(auf Lageplan 1896 noch nicht vorhanden). Eingeschossiger Ziegelbau mit Pultdach, vom gelblichen Ziegelmaterial Lisenen und Traufgesims im roten Ziegelmaterial abgesetzt; erhalten die flachbogigen Eisensprossenfenster und im inneren Krahnbahn; Tor erneuert. Die Staßenseite Schaufront hatte eine der benachbarten Villa angepaßte neobarocke Gliederung mit gequarderten Lisenen; Abschluß mit Attika(Balusterbrüstung), darauf ursprünglich Terrassen. Auf dem Lageplan G1
Der anschließende, zur Gasse hin giebelständige Bauteil um1900(auf Plan 1896 hier ein längsrechteckiges Werkstattgebäude; 1950: Montage). Zweigeschossig mit flachgeneigtem Satteldach und leicht schräger fünfachsiger Fassade. Erdgeschoß in DDR-Zeiten überformt, oben mittlere flachbogige Ladeluke(vermauert), die seitlichen Fenster mit geraden Stützen jüngst erneuert. Innen Preußische Kappendecke, gestützt durch Eisenträger auf Eisensäulen; obere Etage als Drempel ausgebildet und durch das Firstpfettendach abgeschlossen. Rückwärtig später verlängert; dieser Teil ohne Preußische Kappen(1950 Lackierofen und Treppe) Auf dem Lageplan G2
Große rückwärtige Halle (1950 Dreherei und Wicklerei, später Montagehalle), südlich der Gasse. Eingeschossiger Bau aus gelblichen Ziegeln mit flachbogigen Eisensprossenfenstern und flachgeneigtem Satteldach, auf der Nordseite jüngere Rechteckfenster, Dachtragewerk aus Brettern zusammengesetzt. Auf Lageplan G3
Werkstatt und Kantinengebäude(1950 Lager, spätere Lehrwerkstatt; heute Galerie Dänike), langgestreckter, mehrgliedriger, zweigeschossiger Ziegelbau mit Pultdach nördlich der Gasse. 1946 umgebaut, damals hier Ankerwickelerei. Erdgeschoß mit flachbogier Nischengliederung daran jeweils zwei Rechteckfenster, die obere Etage mit Paarig angeordneten Rechteckfenstern 1952 zur Kantine mit Speisesaal und Küche ausgebaut, jüngst als Tanzsaal eingerichtet; Flachdecke(dazu waren Stahlträger eingezogen worden).
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| Lageplan |
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Mieten der Galerie Daenicke in Werder an der havel als eine elegante location für Tagungen oder als Festsaal zum Feiern von Geburtstagen,konfirmation,hochzeit |
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